Beratung und Analysen
Für eine langlebige Innenraumbegrünung müssen die abiotischen Umweltfaktoren so gut wie möglich eingestellt werden.
Wichtig ist auszuschließen, dass die Pflanzen nicht an abiotischen Faktoren wie zu viel Wasser, zu wenig Licht oder zu wenigen Nährstoffen leiden. Deshalb überprüfen wir zunächst die Standortbedingungen. Neben diesen abiotischen Faktoren können auch Krankheitserreger auftreten, die im Labor bestimmt werden müssen.




Wir beraten Sie bezüglich
- Licht und Temperatur: Wir messen das pflanzenverfügbare Licht und beraten Sie gegebenenfalls über Zusatzlicht. Auch die Temperatur und die Luftbewegung in Gebäuden spielt eine große Rolle.
- Wasser: Die meisten Pflanzen werden zu viel gegossen. Dabei sterben die Feinwurzeln ab, die Pflanze kann kein Wasser mehr aufnehmen und zeigt Welkesymptome. Daraufhin wird mehr Wasser gegeben, was diesen Prozess beschleunigt und die Pflanze stirbt letztendlich ab.
- Substrat und Düngung: Beim Substrat gibt es große Unterschiede. In der Innenraumbegrünung bleiben die Pflanzen über viele Jahre in demselben Substrat. Umso wichtiger ist die richtige Wahl des Substrates und die Nährstoffversorgung. Hierzu entnehmen wir Bodenproben und lassen diese analysieren, werten die Daten aus und erstellen einen Düngeplan.
- Krankheitserreger: Pflanzen können auch von Pilzen und Bakterien oder Viren befallen sein. Zeigen die Blätter Hinweise darauf, können wir sie im Labor untersuchen lassen.
Wollen Sie
mehr über die abiotischen Faktoren wissen?
Wollen Sie
mehr über Krankheitserreger wissen?
Sie wollen schöne,
gesunde Pflanzen?
Wir helfen Ihnen!
Abiotische Faktoren
Licht und Temperatur
Licht ist für das Wachstum der Pflanzen von besonderer Bedeutung, weil es der Minimumfaktor ist. Zu wenig Licht kann nicht durch andere Faktoren ausgeglichen werden. Ist es nicht ausreichend vorhanden, werden die Pflanzen anfälliger für Schädlinge, bilden lange, helle und schwache Triebe aus und sterben letztlich ab. Alle Pflanzen benötigen eine individuelle über das gesamte Jahr angepasste Lichtmenge, doch diese ist vor allem im Winter oft nicht gegeben. Zudem lassen Wärmeschutzgläser und Sicherheitsfolien nur ein Teil des Lichtes durch (das können bis zu 50 % sein). Pflanzen verwerten die PAR-Strahlung im Wellenlängenbereich 400-700 Nanometer (nm). Deshalb messen wir dieses Licht mit speziellen PAR-Messgeräten. Bei Bedarf muss Zusatzlicht bereitgestellt werden.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Temperatur. Im Sommer können sich Innenräume stark aufheizen, im Winter sinken die Temperaturen. Dies ist nicht nur für die Lichtzufuhr, sondern auch für die Wassergaben von großer Bedeutung.


Wasser
Welches Wasser wird als Gießwasser benutzt? Steht Zisternenwasser oder aufbereitetes Wasser zur Verfügung oder Trinkwasser? In den ersten beiden Fällen, sollte das Wasser für die Pflanzen sehr gut geeignet sein. Es handelt sich um weiches Wasser mit niedrigem Salzgehalt. Nur bei Brunnenwasser kann der Gehalt an Nitrat-Stickstoff erhöht sein.
Beim Trinkwasser gibt es jedoch große Unterschiede in der Wasserhärte, des Gesamt-Salzgehaltes und des Nährstoffgehaltes sowie des Gehaltes an schädlichen Ionen. Deshalb ist es ratsam eine Wasseranalyse durchführen zu lassen.



Substrat und Düngung:
Nährstoffe sind bei einem pH‑Wert im Boden von pH 5,0 bis pH 6,5 sehr gut verfügbar. Der pH‑Wert zeigt an, ob die Bedingungen im Substrat eher sauer oder alkalisch sind. Der Nährstoff Eisen zum Beispiel, ist oberhalb des pH‑Wertes von 6,5 nicht löslich und kann somit von der Pflanze nicht aufgenommen werden (Auswirkung u. a. als Chlorosen an Hortensien). Deshalb ist eine regelmäßige Analyse des pH‑Wertes, des Salzgehaltes und der wichtigsten Nährstoffgehalte wichtig. Nur dann kann eine angepasste Düngung erfolgen. Die Hauptnährstoffe für das Pflanzenwachstum sind Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium.


Krankheitserreger
Pilze, Viren und Bakterien
Pilze, Bakterien und Viren sind Krankheitserreger, die aber in der Innenraumbegrünung eine untergeordnete Rolle spielen. In Schaugewächshäusern mit einer höheren Luftfeuchte sind sie nicht ganz so selten. Viren können sich auch noch im Objekt verbreiten, denn viele Viren werden von Pflanzenschädlingen wie Blattläusen und Thripsen übertragen. Die genaue Bestimmung von Krankheitserregern kann nur im Labor erfolgen.
