In Gewächshäusern begann man um 1930 mit ersten Züchtungen und Freilassungen der Schlupfwespe Encarsia formosa, nachdem man die Parasitierung der Weißen Fliege beobachtet hatte. Dieses Verfahren wurde jedoch mit dem 2. Weltkrieg und der Produktion von günstigen chemischen Mitteln nach dem Krieg kaum noch verfolgt.
In Deutschland begann man erst langsam in den 70er Jahren mit der kommerziellen Vermarktung von Nützlingen. Vor allem der Wirkstoff DDT (Dichlor-diphenyl-trichlorethan) hat weltweit negative Auswirkungen auf Mensch und Tier hervorgerufen und wurde schließlich 1972 in der Bundesrepublik Deutschland verboten.
Zudem haben Resistenzen der Schädlinge gegenüber chemischen Pflanzenschutzmitteln die Forschung und Züchtung von Nutzorganismen befördert. Auch im Zierpflanzenbau gewann der biologische Pflanzenschutz aufgrund der großen Vorteile an Bedeutung:
Heute gibt es etwa 80 Nützlingsarten, die im Gewächshaus und im Freiland eingesetzt werden. Viele Verfahren gelten als Standard, zum Beispiel der Raubmilbeneinsatz gegen Spinnmilben oder Schlupfwespen gegen Weiße Fliege im Erwerbsanbau.